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Netzwerk

Router sicher einstellen: 8 Schritte

Stand: Oktober 2026 · von Franz Denzler · 3 Min. Lesezeit ·

Kurz gesagt

Der Router ist die Haustür zu Ihrem Netz. So schließen Sie sie richtig ab.

Der Router ist die zentrale Schnittstelle zwischen Ihrem Netz und dem Internet. Wer ihn nicht schützt, riskiert, dass Fremde mitlesen oder sich Zugang zu Rechnern, Kameras und Smart-Home-Geräten verschaffen. Die folgenden Schritte kosten meist weniger als eine halbe Stunde. Die Menünamen unterscheiden sich je nach Hersteller; im Zweifel hilft die Anleitung Ihres Geräts.

Schritt für Schritt

  1. Router-Passwort ändern. Öffnen Sie die Einstellungen im Browser über die Kurzadresse des Herstellers oder eine Adresse wie 192.168.178.1 bzw. 192.168.0.1. Standardpasswörter wie „admin“ oder „1234“ gehören sofort ersetzt. Das BSI empfiehlt mindestens acht Zeichen aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Manche Geräte haben ab Werk schon ein individuelles Passwort; das steht dann im Handbuch.
  2. WLAN-Passwort prüfen. Das BSI rät zu mindestens 20 zusammenhanglosen Zeichen. Viele Router haben ab Werk bereits ein Passwort dieser Länge. Verzichten Sie auf Wörter, Namen und Geburtsdaten.
  3. Verschlüsselung einstellen. Wählen Sie unter „WLAN“ die Verschlüsselung WPA3 oder mindestens WPA2. Das ist die Technik, die den Funkverkehr unlesbar macht. Ältere Verfahren wie WEP gelten als leicht zu knacken. Unterstützt Ihr Router weder WPA2 noch WPA3, ist ein neues Gerät sinnvoll.
  4. Netzwerknamen anpassen. Der Name (SSID) sollte weder Sie noch das Routermodell verraten.
  5. Updates aktivieren. Aktualisierungen der Firmware (die Betriebssoftware des Routers) schließen Sicherheitslücken. Schalten Sie, wenn möglich, die automatische Installation ein. Bei Geräten vom Internetanbieter lohnt die Nachfrage, ob dieser die Firmware aus der Ferne aktualisiert.
  6. Fernzugriff abschalten. Viele Router lassen sich auch von außerhalb des Heimnetzes einstellen. Brauchen Sie das nicht, schalten Sie es aus.
  7. Gäste-WLAN einrichten. Das BSI erklärt: Auch wenn ein Besuchsgerät Schadsoftware trägt, bleiben Onlinebanking und persönliche Daten im Hauptnetz geschützt. Aktivieren Sie unter „WLAN“ den „Gastzugang“, vergeben Sie einen eigenen Namen und ein langes Passwort und wählen Sie WPA2 oder besser WPA3. Smarte Geräte wie Saugroboter oder Türklingeln können Sie dort ebenfalls anmelden, um sie vom Hauptnetz zu trennen.
  8. Weitere Geräte sichern. Das BSI betont, dass jedes Gerät im Netzwerk sorgfältig abgesichert sein sollte. Die Verbraucherzentrale rät, Firmware und Software aller Netzwerkgeräte regelmäßig zu aktualisieren, möglichst automatisch, und veraltete Geräte zu ersetzen oder aus dem wichtigen Netz herauszuhalten.

So gehen Sie am besten vor

Arbeiten Sie die acht Schritte in Ruhe nacheinander ab und notieren Sie sich vorher, welche Einstellungen Sie ändern. Schreiben Sie das neue Router-Passwort und das WLAN-Passwort an einem sicheren Ort auf, zum Beispiel in einem Passwortmanager (die Verbraucherzentrale empfiehlt solche Programme bei vielen Konten). Prüfen Sie anschließend, ob alle Ihre Geräte wieder verbunden sind. Mit einem neuen WLAN-Passwort müssen Sie jedes Gerät einmal neu anmelden, auch Drucker, Fernseher und smarte Lautsprecher.

Zusatzmaßnahmen der Verbraucherzentrale

  • Ein MAC-Filter lässt nur bekannte Geräte ins WLAN. Neue Geräte müssen Sie dann im Router-Menü eintragen.
  • Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Anmeldung für den Router, falls er sie anbietet, besonders bei Smart-Home-Anbindung.
  • Achten Sie beim Kauf auf Verschlüsselung, Update-Dauer und das IT-Sicherheitskennzeichen des BSI.

Gäste-Zugang sicher weitergeben

Hängen Sie das Passwort nicht sichtbar aus und teilen Sie es nur auf Nachfrage. Viele Router erzeugen einen QR-Code, den Gäste einfach scannen.

Unterwegs und im öffentlichen WLAN

Das BSI rät, in öffentlichen Netzen, etwa im Café oder am Bahnhof, keine Bankgeschäfte zu erledigen und keine sensiblen Daten zu teilen. Ein VPN (eine verschlüsselte Verbindung durch das Netz) schützt die Übertragung besser. Beim Gäste-WLAN können Sie außerdem festlegen, welche Seiten erreichbar sind und wie viel Bandbreite zur Verfügung steht. Das ist praktisch, wenn Besuch nicht Ihre ganze Leitung auslasten soll.

Häufige Fehler

  • Das Werkspasswort bleibt jahrelang unverändert.
  • Der Router wird nie aktualisiert, weil „es ja läuft“.
  • Fernzugriff bleibt eingeschaltet, obwohl ihn niemand nutzt.
  • Smarte Geräte hängen im selben Netz wie der Büro-PC.
  • Das neue Passwort steht auf einem Zettel direkt am Router.

Quellen

Ich richte Router und WLAN bei Ihnen sicher ein, im Rahmen des Stundensatzes von 49 €, oder per Fernwartung ab 25 €: 08341 9986493.

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