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Daten

NAS oder Cloud? Die richtige Datenspeicherung

Stand: Oktober 2026 · von Franz Denzler · 3 Min. Lesezeit ·

Kurz gesagt

Wo sollten Ihre Fotos, Dokumente und Firmendaten liegen? Ein ehrlicher Vergleich.

Fotos, Verträge, Buchhaltung: Wo diese Daten liegen, entscheidet über Komfort, Kosten und Sicherheit. Ein NAS (Network Attached Storage) ist ein kleiner Speicher-Computer im eigenen Netzwerk, eine Cloud ein Speicherplatz bei einem Anbieter im Internet. Beides hat Stärken und Schwächen.

Cloud-Speicher im Überblick

Der große Vorteil: Zugriff von überall und automatische Synchronisation zwischen mehreren Geräten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nennt aber Punkte, die Sie vorher klären sollten:

  • Die Cloud ist nur so sicher wie Ihr Zugang: Schwache Passwörter und infizierte Geräte öffnen Datendieben die Tür.
  • Der Speicherort bestimmt, welches Recht gilt. Lesen Sie die Geschäftsbedingungen auch zu Löschfristen, denn Anbieter halten Daten oft in mehreren Kopien vor.
  • Unabhängige Zertifikate (etwa Trusted Cloud oder TÜV-Siegel) können bei der Auswahl helfen. Prüfen Sie, ob sie aktuell sind und den gesamten Dienst abdecken.
  • Speichern Sie personenbezogene Daten anderer, etwa von Kunden, kann das Datenschutzfragen auslösen. Das BSI empfiehlt dann rechtlichen Rat. Dies ist Orientierung, keine Rechtsberatung – wenden Sie sich bei Bedarf an die Datenschutzaufsicht oder eine Anwaltskanzlei.

NAS im Überblick

Ein NAS steht bei Ihnen, die Daten bleiben im eigenen Haus, und im Heimnetz ist der Zugriff schnell. Dafür sind Sie selbst für Einrichtung, Updates und Sicherheit zuständig. Wichtig:

  • Keine unüberlegten Portfreigaben. Damit ein NAS aus dem Internet erreichbar ist, wird oft im Router ein „Port“ freigegeben. Solche Ports sind laut BSI auch für Fremde ansprechbar. Bei NAS-Webservern rät das BSI, riskante Freigaben ganz zu vermeiden.
  • Fernzugriff per VPN. Sicherer ist ein VPN, eine verschlüsselte Verbindung ins Heimnetz, entweder über ein VPN-fähiges NAS oder über den Router. Die Einrichtung direkt am NAS verlangt oft wieder Portweiterleitungen und ist laut BSI eher etwas für erfahrene Nutzer.
  • Aktuell halten. Spielen Sie Updates zeitnah ein. Das BSI nennt Updates als wichtigen Schutz gegen Schadprogramme.

Wichtig bei beiden: Verschlüsselung und Anmeldung

  1. Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Anmeldung, wo sie angeboten wird. Das BSI empfiehlt sie auch für Cloud-Dienste.
  2. Nutzen Sie nur verschlüsselte Verbindungen („https“).
  3. Wer es besonders sicher möchte, verschlüsselt Daten vor dem Hochladen selbst. Nachteil laut BSI: Das gemeinsame Arbeiten wird schwieriger.
  4. Geben Sie Freigabelinks sparsam, zeitlich begrenzt und möglichst für einzelne Dateien.

Ein NAS ist keine Sicherung

Ein häufiger Irrtum: Daten auf dem NAS gelten als „gesichert“. Fällt das Gerät aus, wird es gestohlen oder von einem Erpressungsprogramm (Ransomware) verschlüsselt, sind auch diese Daten betroffen. Das BSI weist darauf hin, dass Ransomware auch Daten auf Netzlaufwerken verschlüsseln kann und regelmäßige Sicherungskopien die Wiederherstellung ohne Lösegeld ermöglichen. Zahlung garantiert keine Freigabe der Daten. Zur Datensicherung empfiehlt das BSI regelmäßige, am besten automatische Backups.

Die Kombination ist oft sinnvoll

Für viele Haushalte und Kleinbetriebe passt diese Aufteilung:

  1. Alltagsdaten liegen auf dem NAS, mit Updates und Zwei-Faktor-Anmeldung.
  2. Eine zweite Kopie liegt außer Haus, zum Beispiel verschlüsselt in einer Cloud eines Anbieters, den Sie nach den obigen Kriterien ausgewählt haben.
  3. Sie testen regelmäßig, ob sich Daten wirklich wiederherstellen lassen.

So entscheiden Sie Schritt für Schritt

  1. Klären Sie, welche Daten Sie haben: private Fotos, Geschäftsunterlagen oder personenbezogene Kundendaten. Je sensibler, desto genauer sollten Sie Speicherort und Zugriff planen.
  2. Überlegen Sie, wer von wo zugreifen muss: nur zu Hause, auch unterwegs, auch Kollegen oder Familie.
  3. Entscheiden Sie, wie viel Technik Sie selbst pflegen möchten. Ein NAS braucht regelmäßige Aufmerksamkeit, eine Cloud nimmt Ihnen viel davon ab.
  4. Legen Sie fest, wo die zweite Kopie außer Haus liegt, und richten Sie die Sicherung automatisch ein.
  5. Prüfen Sie nach der Einrichtung, ob Sie eine Datei wirklich zurückholen können.

Typische Fragen

Was ist günstiger? Die Cloud verursacht laufende Kosten, ein NAS einmalige Anschaffungs- und Einrichtungskosten plus Pflege. Konkrete Preise hängen vom Bedarf ab.

Reicht eine externe Festplatte? Als Anfang ja. Das BSI weist aber auf Verlust, Diebstahl und Defekt hin und rät, die Platte getrennt vom gesicherten Gerät aufzubewahren.

Quellen

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